Hofsäß kritisiert Rülke für Kritik an Corona-Beschränkungen: “Herr Rülke kann das Virus nicht wegreden”

Der designierte SPD-Landtagskandidat für den Enzkreis, Michael Hofsäß, geht FDPler Hans-Ulrich Rülke für dessen Kritik an den Corona-Beschränkungen scharf an. „Dafür habe ich kein Verständnis. Das ist mehr als leichtfertig“, so Hofsäß. Eine vorschnelle Rückkehr zur vollen Normalität könne schwerwiegende Folgen haben. Rülke sei ein guter Redner, aber kein Virologe. „Herr Rülke kann das Virus nicht wegreden – es ist weiterhin da“, so Hofsäß. „Auch Bundeskanzlerin Merkel mahnt nicht ohne Grund zu anhaltender Vorsicht, Mut und Wachsamkeit.“

Aufgabe der Politik sei es, Menschen Orientierung zu geben. Herr Rülke tue genau das Gegenteil. „Ich habe keine Lust auf eine zweite Infektionswelle“, so Hofsäß. „Diese würde das Risiko für unser Gesundheitssystem, die Gesellschaft und die Wirtschaft nochmals erheblich steigern.“ Um abzuschätzen, wie sich Lockerungen auswirkten, bräuchte man laut Experten mindestens zwei Wochen Zeit. „Ich verstehe, dass Herr Rülke als FDPler vor allem die Wirtschaft im Blick hat und diese nach Lockerungen lechzt. Aber hier muss man die gesamte Gesellschaft in den Blick nehmen und auf die Meinung der Profis in der Wissenschaft hören, statt vorschnell alle weiteren Maßnahmen für ungerechtfertigt zu erklären und zeitgleich Forderungen wie die Flexibilisierung von Arbeits- und Öffnungszeiten sowie die Abschaffung des Bildungszeitgesetzes zu stellen.

Foto: Bild von Couleur auf Pixabay

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